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Regionaltreffen Rotkreuz 2023

Am 12. Mai 2023 traf sich die Regionalgruppe zu ihrem jährlichen Anlass. In diesem Jahr war Rotkreuz Gastgeber, ein Bahnknotenpunkt im Kanton Zug. Direkt neben dem Bahnhof befand sich auch gleich das erste Objekt, welches die Gruppe besichtigte. Das Areal nennt sich Suurstoffi und ist eine äusserst innovative Wohnsiedlung. Hier wird das Wohnen der Zukunft schon vorweggenommen. Die Planung  für die Siedlung auf einem alten Fabrikgelände begann vor fünfzehn Jahren und sie wurde seitdem in mehreren Etappen erstellt. Das erklärte Ziel dieser Siedlung ist «Zero – Zero», das heisst völlig CO2 neutral zu werden: keine Klimagase beim Unterhalt zu produzieren, sowie diese auch möglichst beim Bau zu vermeiden. Die Anstrengungen haben sich gelohnt. Seit Beginn des Baus 2010 wurde der CO2 Ausstoss um fünfundneunzig Prozent gesenkt. Die Siedlung ist stark begrünt und die Biodiversität wird grossgeschrieben. Bei der Führung wurden uns auch die Unterhaltspläne für die Grünflächen präsentiert. In der Siedlung steht das erste "Gartenhochhaus" der Schweiz. Es nennt sich "Aglaya" und wurde 2016 – 2019 gebaut. Mit seinen 70 Metern Höhe beinhaltet es 85 Wohnungen. Das Hochhaus ist "grün eingepackt" und selbst Bäume wachsen aussen an der Fassade.

Der Unterhalt dieser speziellen Begrünung wird von einer externen Firma wahrgenommen. Ungewöhnlich ist, dass die Gärtner sich ausserhalb der Fassade abseilen müssen, um ihrer Arbeit nachzukommen.

in der Suurstoffi ist in weiteres innovatives Projekt zu vermelden: Auch das erste Holzhochhaus der Schweiz steht hier, sechsunddreissig Meter hoch mit zehn Geschossen. Es ist praktisch ganz aus Buchenholz gebaut.

Informationen zu den Bauten in der Suurstoffi

Der Morgen dieses Tages war vollgepackt mit vielen neuen Eindrücken und Fakten. Ein Detail möchte ich hier noch erwähnen. Ein Baum in der Suurstoffi steht in einer Baumscheibe, die sich dreht.

Nach so vielen neuen Dingen war das Mittagessen und die Arbeitssitzung der Regionalgruppe angesagt. Selbstverständlich wurde das Essen in einem der Restaurants eingenommen, das sich innerhalb der Überbauung Suurstoffi befindet.  

Am Nachmittag ging es zur Besichtigung des Schlosses Buonas. Auf der besagten Halbinsel befindet sich seit dem 10. Jahrhundert ein Schloss. Dieses liegt in einem Landschaftspark, welcher stattliche 30 Hektaren umfasst. Die Anlage gehört seit 1997 der Firma Roche, die hier ein Ausbildungszentrum betreibt. Der Schlosspark ist sehr bekannt für seine grosszügigen Rhododendron Pflanzungen. Zweimal im Jahr ist die Anlage für die Öffentlichkeit zugänglich. In dem Landschaftspark befindet sich auch eine Sammlung von zwanzig alten Birnensorten. Auf unserem Spaziergang besichtigten wir eine Linde mit ihren Töchterbäumen. Sehenswert waren auch die "verheirateten“ Bäume. Diese wurden bewusst sehr nahe zueinander gepflanzt damit sie ineinander wachsen. Ein solches "Baumehepaar" besteht hier aus einer Linde, einer Eiche und einer Buche.

Bilder des Landschaftsgartens und Schloss Buonas (Serie zum Durchklicken)

In Buonas befindet sich auch ein Weingut, dem wir ebenfalls einen Besuch abstatteten. Vom Winzer liessen wir uns alles über Pilzresistente Rebsorten erklären. Eine Degustation derselben gehörte selbstverständliche ebenfalls zum Programm. Es war ein ganz toller Tag für uns der von Martin Gregor und Hans-Ruedi Bacher organisiert wurde. Ein herzlicher Dank für die Bemühungen der beiden!

Aber das Vereinsjahr besteht nicht nur aus Regionaltreffen. In Luzern gab es anfangs Jahr Probleme mit alten Kastanienbäumen am Seeufer standen. Zwei stürzten aus heiterem Himmel um. Das machte aufwendige Untersuchungen an einer beachtlichen Zahl von Bäumen notwendig. In Luzern wird das Projekt «Schwammstadt» weiter vorangetrieben. Da die Klimakrise sich verschärft, wollte man dort nicht das Ende des Pilotprojektes abwarten, sondern hat sich für ein schnelleres Vorgehen entschieden, Die neue interdisziplinäre Fachstelle Schwammstadt wird mit 180 Stellen Prozent ausgestattet und bei Stadtgrün Luzern angesiedelt. Auf die Fachstelle warten bereits über ein Dutzend Projekte, die bearbeitet werden müssen. Der Stadtrat ist überzeugt, dass sich diese Investition lohnt.

In der Gemeinde Cham wurden, um dem Littering zu begegnen, neue Wege beschritten. Im Hirsgarten wurden die herkömmlichen Abfalleimer entfernt und durch sechs Recyclinstationen ersetzt. In den Stationen können die Parkbesucher Glas, Petflaschen und Aluminiumdosen separat entsorgen. Die gesammelte Menge an Wertstoffen war beachtlich.

In Cham wird durch das Trennen der besagten Stoffe vom Abfall auch gleich die Arbeit und die Entsorgung vereinfacht.

Auch im Tessin wird viel geleistet. In Lugano wurde ein weiterer grosser Spielplatz eröffnet. Personelle Nachrichten sind aus Bellinzona zu vermelden: Nicola Sartori hat dort die Stelle von Roberta Margnetti übernommen.

In Oberrieden ist das Projekt einer grossen Trockensteinmauer in Angriff genommen worden. Sie wurde im Rahmen des Lehrgangs NGL der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit sechzehn Teilnehmenden erstellt. Im Schwung dieser Neuerung wurden in Oberrieden auch gleich noch einige Plätze und Rabatten erneuert.
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Es war wieder ein aufregendes Jahr, mit vielen guten Begegnungen. Vielen Dank an alle!

Pirmin Frey, Leiter Regionalgruppe Zentralschweiz/Tessin


Seite erstellt am 11.02.2024