2016 Thun

Die Stadt Thun: Liebe auf den ersten Blick

Der Leiter von Stadtgrün Thun und Vorstandsmitglied der VSSG, Markus Weibel, bot mit seinem grossen Team zweieinhalb Tage lang ein interessantes Programm für seine Kollegen aus der ganzen Schweiz. Die fast 140 Besucher  liessen sich von der Vielseitigkeit und dem Charme der Stadt verzaubern.Die Teilnehmenden an der 53. Jahresversammlung der VSSG am 25. und 26. August 2016 wurden auf dem Rathausplatz in Thun empfangen. Am ersten Tag fand wie gewöhnlich vormittags statutengerecht die Generalversammlung (GV) statt, die mit 66 stimmberechtigten Mitgliedern und mehr als 20 anderen Teilnehmern und Gästen sehr gut besucht war.

Bilder unten: Der Rathausplatz in der Altstadt, am Fuss des Thuner Schlossbergs (links im Hintergrund). Die Fassaden der denkmalgeschützten Gebäude Hotel Krone und das Rathaus mit seinem  klassischen Blumenschmuck (rechts) prägen den Platz.

 
 
 
 
 
 

Im Grossen Stadtratsaal des Rathauses wurden der Präsident der VSSG, Felix Guhl (Schaffhausen) und der Vizepräsident Daniel Oertli (Genf) für eine zweite Amtsperiode von vier Jahren bestätigt.

Die Ersatzwahl für den als Vorstandsmitglied ausscheidenden Christian Wieland (Winterthur), der seit 10 Jahren im VSSG-Vorstand sehr aktiv mitarbeitete, bestimmte Christoph Schärer (Bern) als neues Vorstandsmitglied. Der Präsident hob in seiner Laudatio die grossen Verdienste von Christian Wieland für die VSSG und als Leiter der Stadtgärtnerei Winterthur hervor. Seine zukunftsweisenden Ideen, die er mit strategischem Denken, Beharrlichkeit und Verhandlungsgeschick umsetzte, haben die VSSG vorangebracht und zu interessanten Diskussionen geführt.

Bild unten: Christian Wieland nimmt bei der Abendveranstaltung am 25. August das vom Präsidenten überreichte Abschiedsgeschenk entgegen.

Das vorläufige Protokoll der GV, sowie ein Rückblick auf die 2016 zu Ende gehende Vierjahres-Strategie des Vorstandes, die Projekte und eine Bewertung der durchgeführten Massnahmen, stehen im MITGLIEDERBEREICH der VSSG Webseite zur Verfügung.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass fast 90 Prozent der vor vier Jahren beschlossenen 42 Massnahmen durchgeführt oder begonnen werden konnte. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei das Projekt zur Zertifizierung der Gemeinden « Grünstadt Schweiz » ein, welches auch vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) finanziell unterstützt wird (Gruenstadt Schweiz).

In der bis Ende 2017 laufenden Pilotphase dieser Zertifizierung machen fünf Städte mit. Die dafür zuständige  Kommission wird auch weiter von Christian Wieland geleitet.

Auch die Gründung der Arbeitsgruppe Friedhöfe, welche den jeweils im September stattfindenden Tag des Friedhofs lancierte und den Städten bei der Organisation des Anlasses zur Seite steht, hat somit schweizweite Bedeutung erlangt (AG Friedhöfe).

Die seit Jahren bestehende Arbeitsgruppe Grünflächenmanagement hat neu drei Untergruppen. Im Jahr 2015 wurde auf  Initiative von Christine Bräm (Zürich)  eine Gruppe « Grosse Städte » gegründet, sie dient dem Erfahrungsaustausch zu Schwerpunktthemen, welche besonders Städte mit mehr als 100'000 Einwohnern interessieren.

Die Geschäftsstelle der VSSG wurde mit dieser Jahresversammlung von Peter Stünzi an Stéphanie Perrochet übergeben.

Der Präsident hob hervor, wie wichtig die aktive ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder für die Tätigkeit der VSSG ist. Ihre Veranstaltungen sind gut besucht, die Mitgliederzahl wächst stetig und die VSSG scheint damit auf dem Weg, um die Grünflächenämter der Städte und Gemeinden weiterhin aktiv bei der Bewältigung der wachsenden Herausforderungen zu unterstützen.

Markus Weibel stellte die Tätigkeiten von Stadtgrün Thun vor, welches beim Tiefbauamt der Stadt angesiedelt ist. Dementsprechend ist der Stadtingenieur der indirekte Chef von Stadtgrün Thun. Diese Organisationsart ermöglicht, dass sich bei besonderen Beanspruchungen das Strasseninspektorat und Stadtgrün Thun gegenseitig mit Personal aushelfen, sowohl für die Tätigkeiten im Aussen- sowie im Bürobereich. Stadtgrün Thun hat vor wenigen Wochen neue Stellenprozente erhalten, dies wurde durch Hartnäckigkeit und mit guten Argumenten erreicht. Der Fachbereich betreut alle Grünflächen der Stadt, 11 Sportplätze, 3 Friedhofanlagen, sowie das Krematorium mit einem sehr grossen Einzugsgebiet, welches bis Münsingen und weiter ins Berner Oberland reicht. Ein neues Krematorium ist in Planung, es soll Mitte 2020 eröffnet werden. Zu dem Projekt hat 2017 eine Volksabstimmung das letzte Wort. Stadtgrün Thun kann bis heute auch noch den Blumenladen «Blütenreich» betreiben, der Trauerfloristik und Blütenschmuck für Festanlässe anbietet. Im Anschluss an die GV stellte Stadtgrün Thun Donnerstag nachmittags und den ganzen Freitag bei den geführten Spaziergängen einige seiner speziellen oder neueren Anlagen und Arbeitsbereiche vor.

 

Der Selve-Park

Der 7'000 Quadratmeter grosse Selve-Park in Thun wurde 2013 als Herz- und Schmuckstück des modernen Stadtteils Selve-Areal gestaltet. Das Areal wird bis heute durch seine Geschichte als Industriestandort geprägt. Nach über 100 Jahren Produktion wurden erst 1993 die Metallwerke abgestellt und die Verwaltungs- und Wohngebäude der Familie Selve abgerissen oder umgebaut.

Bilder: Apéro und Sponsorenplattform, nach der GV, im Selve-Park. Im Hintergrund sind die umgebauten Produktionsgebäude des historischen Industriestandortes sichtbar (1. Bild unten). Zeitgenössische Architektur und Unternehmensgrafik (2. Bild unten) machen das Gelände für alle Nutzer attraktiv.



 

Neben der direkten Lage an der Aare, dem Uferweg, seinem lockeren - heute noch jungen - Baumbestand und den grosszügigen Rasenflächen, erhält die von Luscher architects entworfene Grundstruktur des Parks seinen ganz besonderen Charakter durch die flächendeckenden Staudenpflanzungen, welche von den Spezialisten « semiramis-gartenkultur » gestaltet wurden.


Bild oben: Michael Gerber von semiramis berichtete bei der Führung über die Ideen, welche hinter solchen Staudenpflanzungen im öffentlichen Raum stehen. Bei deren Entwurf legt er auf fein abgestimmte Blühaspekte und Winterstrukturen Wert. Der notwendige kenntnisreiche Unterhalt wird mit den Thuner Stadtgärtnern gemeinsam jeweils der Entwicklung der Flächen angepasst.

 

Restaurant Halle 6

Das Mittagessen wurde am Donnerstag nicht weit entfernt vom Selve-Park eingenommen, im Restaurant Halle 6 an der Scheibenstrasse. Das Restaurant bietet eine anspruchsvolle Küche auch für grosse Gruppen unter der Leitung des TV-Kochs Adrian Tschanz. Die offene Show-Küche verbindet sich mit der Gestaltung der Halle aus historischen Produktionselementen und modernem Design zu einem angenehmen Ganzen.

 

 

 

 

 

 

 

Schlossberg, Blumenflor und ein festlicher Abend

Nach der Besichtigung des Sommerflors in der Thuner Innenstadt stiegen die Teilnehmer der Jahresversammlung auf den Schlossberg. Beim Aufstieg über die historische Rampentreppe zum Park von Schloss und Stadtkirche gab es Gelegenheit zu spektakulären Ausblicken auf den See.

Dort oben hob der Stadtratspräsident bei seiner Begrüssung die Bedeutung der Arbeit der Stadtgärtnereien für die Bevölkerung hervor. Er freute sich, die VSSG Mitglieder willkommen zu heissen und beschrieb Thun als eine historisch bedeutsame Stadt, die mit erfolgreichen Projekten ihre Zukunft gestaltet.

Das Dinner am Donnerstag Abend fand im Hotel Seepark statt. Beim vorausgehenden Apéro sprach der Präsident zum Abschied des Geschäftsführers Peter Stünzi. Er hob sein grosses Engagement für die VSSG hervor, seine Kompetenz für Fachberatung und seine gute Vernetzung, welche er auf allen Ebenen für die Unterstützung des Vorstandsarbeit und allgemein der VSSG-Tätigkeiten einsetzte. Peter Stünzi dankte seinerseits den Vorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit. Für Peter Stünzi war die VSSG nicht nur Arbeitgeber sondern fast eine zweite Familie. Seit Jahren ist er Ehrenmitglied der Vereinigung. Er bleibt weiter beruflich mit seinem eigenen Büro aktiv.

Bild oben: Markus Weibel (links), Peter Stünzi (Mitte) und Matthias Wiedmer, der Stadtratspräsident von Thun (rechts), beim Apéro auf der Terrasse des Seerestaurants.


Strandbad Thun, Schadaupark und Stockhorn-Arena

Am Freitag Morgen trafen sich die Teilnehmer im Strandbad Thun. Im Süden der Stadt Richtung Gwatt gelegen bietet die mit 50'000 Quadratmetern sehr grosszügige Freibadanlage wunderschöne Ausblicke auf die Alpen und den See. Die Gestaltung von 1932 durch die Architekten Wipf / Schweizer ist heute noch sichtbar, obwohl das Strandbad mehrfach erweitert und modernisiert wurde. Die Spezialisten von Stadtgrün Thun berichteten über den effizienten Unterhalt der Flächen mit Mährobotern, die im Einsatz gezeigt wurden. Der Einsatz von Elektrofahrzeugen auf den Rasenflächen vermeidet Störungen der Besucher und eine Beschädigung der intensiv genutzten Flächen.

Ein Spaziergang Richtung Norden führte die Teilnehmer anschliessend zum Schadaupark. Die in der historischen Anlage vorgestellten Themenbereiche waren das Pflegekonzept und die Geschichte des Parks. Auch die Sponsoren hatten hier noch einmal Gelegenheit ihre Artikel vorzustellen. Sponsoren


Bild oben: Erläuterungen zum Parkpflegewerk für den Schaudaupark.

Zum Abschluss des Vormittags nahmen wir an einer Führung im Thuner Panorama statt, welches eindrücklich die grossen Ereignisse der Geschichte der Stadt Thun darstellt.

Freitag nachmittags begaben die Besucher sich in die Stockhorn-Arena. Das Super-League Fussballstadion wird ebenfalls durch Stadtgrün Thun gepflegt.

Bericht von Stéphanie Perrochet, 29.11.2016

Weitere Informationen zur Jahreskonferenz 2016:

160930_gartenbau-wab_vssg1  [PDF, 243 KB]

VSSG_GV_20116_Thun_Programm_160503  [PDF, 86.0 KB]

Bitte berücksichtigen Sie auch weiterhin unsere Sponsoren